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Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesunheitswesen.
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Aktuelles und Tagungshinweise

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing findet auch dieses Jahr das Medizin-Theologie-Symposium statt.

Medizin-Theologie-Symposium 2020

Der Dichter Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1667) beendet sein "Sterbelied" mit folgenden Worten: „Es ist genug! Es sei also gestorben!“.
Vom freiverantwortlich entschiedenen Suizid spricht der Dichter sicher nicht, vielmehr geht es um ein von Mühe und Last aber auch von Gewissheit geprägtes Sich-Hineingeben in den Kreislauf des Lebens. Dazu gehört eben auch der Tod – unberechenbar und unvermeidbar. Man wird ihn immer fürchten, kann ihn aber auch ersehnen und muss ihn dennoch abwarten. So das Denken und Reden vom Tod der allermeisten Menschen über Jahrtausende hinweg.

Heute sind es nicht nur Lebensmüde, Lebenssatte und Leidensgeplagte, sondern viel zu oft auch Außenstehende und indirekt Beteiligte, die dieses „Genug!“ in werbende oder fordernde Worte kleiden. Und in großer Nähe zum Sterbewunsch und zur Sterbehilfe werden Fragen der Allokation und der Triage in der Coronakrise diskutiert: Wer bekommt wann welche (lebensrettende) Behandlung und Ressource zugewiesen? Warum sollten Alte das gleiche Recht haben, wie Junge? Haben die Alten nicht „genug“ gelebt? Warum spenden nicht genug Menschen Organe? Müsste man sie ihnen nicht wegnehmen, solange sie nicht widersprechen, weil wir nicht „genügend“ davon haben? Hilft das Konzept des Hirntods, das Faktum des Sterbenmüssens zu entschärfen? Meint „Freiverantwortlichkeit“, dass wir frei von Verantwortung leben und sterben können? Und schließlich: Entdecken wir Spuren davon, wie all diese Themen zusammenhängen?

Genug der Fragen! Sie spiegeln unser Denken, Glauben und Fühlen angesichts des Todes – und damit unser Handeln. Beim diesjährigen Medizin-Theologie-Symposium wollen wir das eine oder andere „auf den Begriff“ bringen, um die nötigen Konsequenzen für unser weltliches und kirchliches Handeln in den Blick zu bekommen. Wir freuen uns auf spannende und anregende Vorträge und Diskussionen und laden dazu herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing ein.

Ihre Anmeldung können Sie an die Tagungsorganisation in Tutzing richten. Details dazu und das Programm der Tagung finden Sie im angehängten Flyer.

 

Das geteilte Ganze
Bildrechte: Springer

Der neue Sammelband zu den Horizonten Integrierter Forschung für künftige Mensch-Technik-Verhältnisse ist erschienen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des BMBF - Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Handreichung Patientenverfügung 2020
Bildrechte: Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Die vierte überarbeitete Auflage der Handreichung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ist erschienen. Sie wurde vom Synodalen Unterausschuss für Ethik in Medizin und Biotechnik unter Federführung von Prof. Dr. Arne Manzeschke erstellt.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der ELKB.
Das vollständige Dokument kann auch hier auf unserer Website heruntergeladen werden.

 

Wegen der aktuellen Situation konnte die Tagung in der ursprünglich geplanten Form leider nicht stattfinden.
Die Tagung wurde digital angeboten.

Flyer Menschliche Technik

Menschen - Maschinen - Bilder: Nichts ist für immer in Stein gemeisselt

Auch dieses Jahr fand in Zusammenarbeit der FEAG, der Evangelischen Hochschule Nürnberg und der Evangelischen Akademie Tutzing eine Tagung zum Thema Menschen - Maschinen - Bilder statt.

Menschen bauen schon seit langer Zeit Maschinen und entdecken in diesem technischen Gegenüber immer wieder auch sich selbst. Das ist nicht verwunderlich: Technik ist nie neutral. Menschenbilder gehen in die Konstruktion von Maschinen ein, aber auch umgekehrt geben Maschinenbilder uns Menschen die Möglichkeit, uns neu und anders zu verstehen.
Die Tagung hat dieses Wechselverhältnis genauer ausgelotet und auf theoretischer wie praktischer Ebene Möglichkeiten der (Selbst-)Verständigung gegeben. In Vorträgen wurden die historischen, anthropologischen, ethischen, technischen und pflegewissenschaftlichen Dimensionen dieser wechselhaften Beziehung auf der Bildebene wie in der realen Begegnung reflektiert.
Wir laden ein zur Begegnung mit Menschen und Maschinen, zum Gespräch, zur Betrachtung und zur Horizonterweiterung. Mit dem Tagungsformat „Technik – Ethik – Gesundheit“ haben wir in diesem Jahr zum fünften Mal eine Tagung für Menschen angeboten, die aus professionellem oder bürgerlichen Interesse, aus dem akademischen oder praktischen Kontext, mit Widerspruch oder Zustimmung kommen und mitdenken, mitreden und mitgestalten wollen.

Das Programm der Onlinetagung können Sie hier herunterladen: